Seeländer Umweltpreis der Grünen Seeland

Die Grünen Seeland vergeben seit 2003 den Seeländer Umweltpreis. Mit diesem werden Firmen, Einzelpersonen, Gemeinden oder Interessensgemeinschaften ausgezeichnet, welche sich mit einem Projekt, einer Idee oder ihrem Handeln besonders für die Umwelt einsetzen.

Bisherige Preisträger waren:

2014
Die Pioniere im Bio-Weinbau am linken Bielerseeufer

Das Drei-Seen-Land, zu welchem auch das Berner Seeland gehört, ist vor allem bekannt als Velo- und Campingland, als Gemüseland und Weinanbaugebiet. In der Region um den Bielersee wir schon seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben. Der konventionell Weinbau war vermutlich die ersten 800 Jahre biologisch, huete wird dieser mehrheitlich konventionell, eben mit Chemie, durchgeführt. Wir freuen uns deshalb sehr, den Seeländer Umweltpreis in diesem Jahr den beiden Bio-Wein-Pionieren Florian Vetsch und Bruno Martin übergeben zu dürfen.

2012
Landschaftswerk Biel-Seeland

Das Landschaftswerk ist ein herausragender Betrieb, der sich in vielfältiger Form mit seinen Tätigkeiten zu Gunsten der Umwelt einsetzt; sei dies mit seiner Haupttätigkeit in der ökologischen Landschaftspflege, als Betreiberin des Velo-Hauslieferdienstes in Biel oder mit der Beschäftigung von Langzeiterwerbslosen. Aussergewöhnlich an diesem Sozialbetrieb ist auch, dass er sich zu 2/3 selbst finanziert und deshalb einen engen Bezug zum ersten Arbeitsmarkt hat.

2010
Fachgruppe Landschaft, Gemeinde Seedorf

Im Frühling 2010 startete die Fachgruppe Landschaft der Gemeinde Seedorf eine Baumaktion, in deren Verlauf jeder Haushalt der Gemeinde einen Hochstammbaum gratis beziehen konnte. Bei einem grossen Teil der wählbaren Obst- und Wildsorten handelte es sich um von pro spezie rara empfohlene Sorten. Die Aktion hatte einen grossen Erfolg, konnten doch über 200 Bäume abgegeben werden. Im Jahr der Biodiversität ein erfreulicher Beitrag zur biologischen Vielfalt am Frienisberg.

2009
Stephan Fahrni, Lyss

Stephan Fahrni hat – zusammen mit seiner Familie – ein Wohnhaus mit Baujahr 1937 in mehreren Etappen wärmetechnisch saniert, so dass 75% der ursprünglich verbrauchten Energie eingespart werden kann. Das Projekt hat gut 10 Jahre gedauert und ist ein schönes Beispiel für Pioniergeist und „nid lugglah gwinnt“. Fahrnis haben 1998 mit der ersten Sanierungsetappe begonnen, lange bevor für Altbausanierungen öffentliche Mittel zur Verfügung standen. Besonders überzeugt hat uns der Enthusiasmus, mit dem der einmal am Küchentisch gefasste Entschluss „wir werden ölfrei“ umgesetzt wurde.

2008
Biotopverbund Grosses Moos

Die Stiftung Biotopverbund Grosses Moos engagiert sich seit Jahren auf vorbildliche Art und Weise für die Erhaltung, die Neuschaffung und für die Vernetzung wertvoller Natur- und Lebensräume im Grossen Moos. Sie bietet Hilfe bei der Realisierung von Projekten und übernimmt die Verantwortung für Begleitung und Pflege der entsprechenden Flächen.

2007
Matthias Holenweg, Rolf Hunziker, Annina Schütz, Peter Schütz, Heini Stucki

Mir dem 5. Seeländer Umweltpreis wurden diesmal fünf Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in unterschiedlichen Bereichen beharrlich und idealistisch für Umweltanliegen einsetzen.
Matthias Holenweg geht humorvoll und unmissionarisch mit seinem guten Beispiel voran: den 18km-Arbeitsweg fährt er bei jedem Wetter mit Velo oder Flyer. En Famille reist er aussschliesslich per öV, sein Haus hat er auf originelle Art ökologisch renoviert. Er und seine Familie sind richtige Altagshelden!
Am Twannbach wurde Anfang November 2006 ein altes Wasserkraftwerk wieder in Betrieb genommen. Rolf Hunziker rang sechs Jahre lang um die Konzession, bis der Strom ins Netz fliessen konnte. Heute betreibt und wartet er das Kleinkraftwerk selber. Ein Traum ging in Erfüllung.
Vorrangiges Ziel grüner Bildungspolitik ist, die Menschen zu befähigen, Achtung und Respekt vor allem Leben zu entwickeln: wer verkörpert dies besser als Annina Schütz, die mit grossem Engagement mit der Jugendnaturschutzgruppe Aarberg/Lyss Kinder an dieses Ziel heran führt.
Kultur, Geschichte und Natur pflegen, das macht Peter Schütz seit vielen Jahren im Elemoos am Frienisberg. Das gut erhaltenen Taunerhaus am historischen Weg und die naturnahe Gestaltung der Umgebung erfreuen Wanderer, Naturfreunde und historisch Interessierte gleichermassen.
Als begeisterter Seeländer hat Heini Stucki das Seeland zum Sehland gemacht. In seinem Engagement für das Grosse Moos zeigt er uns Ungewöhnliches, dessen hoher Wert im unscheinbar Alltäglichen nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist.

2006
Interessensgemeinschaft Kulturspur

Ausgehend von den einschneidenden Veränderungen durch die Juragewässerkorrektion hat sich die IG Kulturspur zum Ziel gesetzt, den Facettenreichtum der Kultur- und Naturlandschaft Seeland zu dokumentieren und einem breiten Publikum zugängig zu machen. Dafür stellt die Kulturspur Unterrichtsmaterialien für Schule zu Verfügung und hinterlässt Spuren, wie eine Exkursionsspur rund um die Juragewässerkorrektion, die Mühlenspur oder die Wegspur um Busswil. Mit ihrer Arbeit leistet die IG Kulturspur einen wichtigen Beitrag zur lokalen Identität und schafft spannende Angebote für einen sanften, naturnahen Tourismus.

2005
Bürgerbus WETA (Walperswil – Täuffelen – Aarberg)

Ende 2004 wurde die Postautolinie Täuffelen – Aarberg aufgelöst, wodurch die Gemeinden Walperswil und Epsach völlig vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten worden wären. Unter der Federführung einer ehemaligen Walperswiler Gemeinderätin wurde das Konzept „Bürgerbus WETA“ ausgearbeitet. Heute garantiert ein Mix aus fixen und Rufbussen verbunden mir der Funktion als Schulbus eine bestmögliche Auslastung des Fahrzeugs. Für die Grünen Seeland ist der Bürgerbus WETA ein zukunftsweisendes Projekt für einen kundenfreundlichen Service Public in einer ländlichen Region.

2004
Sekundarschule Dotzigen

Seit 30 Jahren pflegen die Naturkundelehrer der Sekundarschule Dotzigen mit ihren Klassen den Schulteich. Als Krönung ihrer Anstrengungen wurde der Teich nun ins Bundesinventar für schützenswerte Amphibienlaichgebiete aufgenommen. Die Grünen Seeland honorieren diese Leistung mit dem Seeländer Umweltpreis. Nicht zuletzt auf Grund der anerkennung durch diesen Preis initiierte die Umweltkommission Dotzigen ein Pflegekonzept der gemeindeeigenen Teiche und wertete die teiche entlang der Alten Aare auf.

2003
Bieler Velotaxi und mobiler Velopannenservice

Das Bieler Velotaxi wurde vom Bieler Velokurier während der Expo 02 ins Leben gerufen und u.a. von der Stadt Biel finanziell unterstützt. Das Velotxi ist ein innovatives und umweltfreundliches Verkehrsangebot mit touristischem Potential – unverständlich, dass die weitere Finanzierung nicht gesichert ist. Ebenfalls innovativ und umweltfreundlich ist Tobias Krehls mobiler Velopannenservice. Mit Velo und Materialanhänger fährt er zu Kunden nach Hause, um iher Velos zu flicken, so dass diese nicht mit dem Auto in die Werkstatt gefahren werden müssen.